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Bauen und leben mit Holz – Das Fachmagazin von Holzbau Schweiz

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02/2025 Das Bankgeheimnis

EDITORIAL

Wenn es um die Zukunftsfähigkeit des Holzbaus geht, wird gerne die Nachhaltigkeit des Materials in die Waagschale geworfen, über Regionalität, Kreislaufwirtschaft und 
Konkurrenzfähigkeit diskutiert und auf den digitalisierten Holzbau mit Robotik und KI-Unterstützung fokussiert. Am Ende der Diskussionen fällt der Blick meist noch auf das Wesentliche: die Wald- und Forstwirtschaft. Denn nur wenn der Wald – in der Schweiz wie in Europa – die Verfügbarkeit der Ressource Holz langfristig sicherstellt, kann der Anteil des Holzbaus an der Bauwirtschaft wachsen und seinen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten. Am Brünig Forum Ende Januar wurde der Waldwirtschaft ihre Bedeutung von höchster Stelle attestiert: Bundesrat Albert Rösti nahm vor den 120 Teilnehmenden Stellung zur jüngst verabschiedeten Integralen Wald- und Holzstrategie des Bundes und betonte, dass sich der ganze Bundesrat– diskussionslos! – der Bedeutung der Waldwirtschaft bewusst sei. «Wir werden alles daransetzen, dass mehr Holz genutzt werden kann», führte er aus und nahm dabei auch Bezug auf das Ziel der Holzindustrie Schweiz, künftig eine Million Kubikmeter mehr Holz im Jahr zu ernten (siehe Seite 30). Auch auf europäischer Ebene befasst sich die Politik mit dem Wald – mit einer Stossrichtung, die den D-A-CH-Verbänden der Säge- und Holzindustrie jedoch Sorgen bereitet (siehe Seite 62). Denn die Sicherung der heimischen Rohstoffbasis unterliegt zunehmend Einschränkungen. Schon jetzt spürt die Säge- und Holzindustrie das geringere Holzaufkommen, was die Wertschöpfungskette unter Druck setzt.